Am 23. Juni 2026 fand in Berlin die deutsche Ausgabe der Jamf Nation Live statt. Die Fachtagung für IT Verantwortliche, Administratoren, Security Teams und Jamf Partner wird von Jamf organisiert und bringt jedes Jahr Fachleute rund um modernes Endgerätemanagement, Identität und Sicherheit zusammen. Als Jamf Partner war unser Team vor Ort, um technische Entwicklungen und aktuelle Ansätze für den sicheren Betrieb moderner Geräteumgebungen mitzunehmen.
Auch wenn die Veranstaltung ihren Ursprung im Apple Umfeld hat, wurde schnell deutlich: Viele der diskutierten Themen reichen inzwischen weit über klassische Geräteverwaltung hinaus.
Mobile Security wird zur Kernfunktion moderner Geräteplattformen
Der für uns spannendste Schwerpunkt des Tages lag im Bereich Mobile Security.
Mehrere Sessions zeigten, wie sich Sicherheitsentscheidungen zunehmend direkt aus Telemetrie, Gerätezuständen und Nutzerverhalten ableiten lassen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Unternehmen Risiken auf mobilen Endgeräten sichtbar machen und daraus automatisierte Reaktionen ableiten können.
Diskutiert wurden unter anderem:
• Transparenz über App Berechtigungen und Geräteverhalten
• Bewertung von Risiken auf Flottenebene
• Nutzung von Endpoint und Netzwerksignalen für Security Operations
• Integration in bestehende SOC, SIEM und Compliance Prozesse
Besonders interessant war die Session zu Angriffsszenarien auf moderne Mobilgeräte. Gezeigt wurde, dass viele aktuelle Angriffe kaum über klassische Verwaltungsmechanismen sichtbar werden und sich teilweise unterhalb der Erkennungsgrenze herkömmlicher MDM Deployments bewegen.
Die zentrale Erkenntnis: Geräteverwaltung allein reicht nicht mehr aus. Entscheidend wird die Kombination aus Management, Telemetrie und Sicherheitsfunktionen.
Von MDM zur Sicherheits- und Integrationsplattform
Die Opening Keynote z griff diese Entwicklung ebenfalls auf. Device Management wird zunehmend Teil einer größeren Plattformarchitektur.
Im Fokus standen offene APIs, stärkere Integrationen in bestehende Security und Identity Landschaften sowie KI gestützte Prozesse zur Auswertung von Zuständen und zur Automatisierung von Reaktionen.
Declarative Device Management: Zustandsorientiert statt richtliniengetrieben
Technisch besonders interessant war außerdem die Session zu Declarative Device Management (DDM). Der Ansatz verschiebt Logik vom Managementsystem auf das Endgerät selbst: Geräte melden ihren aktuellen Zustand und setzen definierte Zielzustände eigenständig um.
Dadurch entstehen reaktionsschnellere Umgebungen mit geringerem Verwaltungsaufwand und besserer Nachvollziehbarkeit. Gerade in größeren Umgebungen oder bei steigenden Compliance Anforderungen kann dieser Ansatz helfen, Betriebsprozesse robuster und skalierbarer zu gestalten.
Identity als Teil der Geräteplattform
Ein weiterer spannender Schwerpunkt war die Rolle von Jamf im Identity Umfeld.
Die Sessions zu Platform SSO und modernen Enrollment Prozessen zeigten, wie stark sich Geräteverwaltung und Identity & Access Management annähern. Diskutiert wurde insbesondere, in welchen Szenarien Plattformfunktionen bereits ausreichen und wo zusätzliche Identitätslogik weiterhin Mehrwert schafft.
Die Richtung ist klar: Geräte werden zunehmend Teil des Identity Kontexts. Enrollment, Authentifizierung, Netzwerkzugriff und Gerätezustand greifen enger ineinander.
In Kombination mit Device Attestation, Zero Touch Onboarding und identitätsbasierten Zugriffsentscheidungen entstehen Architekturen, bei denen nicht nur Benutzerkonten, sondern auch Gerätezustände kontinuierlich bewertet werden.
Fazit für uns
Die Jamf Nation Live 2026 hat gezeigt, dass sich Device Management zunehmend in Richtung Security und Identity Plattform entwickelt.
Für uns als Jamf Partner war besonders spannend zu sehen, wie stark Sicherheitsfunktionen inzwischen direkt in moderne Geräteplattformen integriert werden und wie sich daraus neue Möglichkeiten für den sicheren Betrieb mobiler Umgebungen ergeben.
Mehr zu Mobile Security
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