In der digitalen Welt entscheidet Geschwindigkeit über Sicherheit. Ein Angriff kann innerhalb von Minuten immense Schäden anrichten. Für Unternehmen stellt sich die Frage: Soll ich ein internes Security Operations Center (SOC) aufbauen, das rund um die Uhr überwacht, oder setze ich auf ein externes SOC, das Spezialisten, Tools und Erfahrung sofort bereitstellt? Die Entscheidung ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch der Kontrolle, Compliance und Fachkräfteverfügbarkeit.
Im Folgenden zeigen wir, welche Faktoren zählen und wann ein Managed SOC sinnvoll ist.
Was ist ein SOC?
Ein Security Operations Center (SOC) ist das „Herzstück“ der Cyberabwehr eines Unternehmens. Es sammelt Daten aus allen Unternehmenssystemen, erkennt ungewöhnliche Aktivitäten und reagiert auf Sicherheitsvorfälle. Zu den Kernaufgaben eines SOC gehören unter anderem Log-Analyse, Threat Intelligence, Incident Response und Threat Hunting. Moderne SOCs nutzen dabei spezialisierte Softwarelösungen wie Security Information and Event Management (SIEM), Intrusion Detection Systems (IDS) oder Endpoint Detection and Response (EDR). Die Kombination aus Technologie, Prozessen und Expertenwissen ermöglicht es, Angriffe schnell zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Sicherheitslücken proaktiv zu schließen.
Internes SOC:
- Wird direkt im Unternehmen betrieben, das Team arbeitet eng mit IT und Geschäftsprozessen zusammen.
- Vorteile: maximale Kontrolle über Daten und Prozesse, einfache Integration in Compliance- und Audit-Prozesse.
- Herausforderungen: hoher Aufbauaufwand, kontinuierlicher Schulungsbedarf und schwer zu findende Fachkräfte.
Externes SOC (Managed SOC):
- Wird von einem spezialisierten Dienstleister betrieben, der Experten, Tools und Know-how bereitstellt.
- Vorteile: sofort verfügbare Expertise, 24/7-Überwachung, planbare Kosten und Zugriff auf modernste Sicherheits-Technologien.
- Herausforderungen: geringere direkte Kontrolle, vertragliche Regelungen für Compliance und Datenhoheit nötig.
Kosten vs. Nutzen: Welche Lösung rechnet sich?
Ein internes SOC erfordert Anfangsinvestitionen: Hardware, Security-Software, Recruiting und Schulung von Fachkräften. Laufende Kosten entstehen durch Personal, Wartung und Weiterentwicklung der Tools.
Ein Managed SOC dagegen bietet planbare monatliche Kosten. Es spart Recruiting, Ausbildung und Infrastruktur und greift auf Expertise zu, die intern oft nur schwer verfügbar ist. Studien zeigen, dass Unternehmen mit Managed SOCs bis zu fünfmal kosteneffizienter arbeiten können als mit eigenen SOC-Teams.
Fachkräfte: Die größte Herausforderung
Cybersecurity-Experten sind rar. Laut ISC2 Cybersecurity Workforce Study fehlten im Jahr 2024 in Deutschland rund 120.000 IT-Sicherheits-Fachkräfte.
Ein internes SOC benötigt qualifiziertes Personal für Analyse, Monitoring, Threat Hunting und Incident Response. Schon ein kleiner Ausfall kann das ganze SOC schwächen. Externe SOC-Dienstleister beschäftigen Teams von erfahrenen Analysten, die kontinuierlich geschult werden und Zugriff auf die neuesten Threat-Intelligence-Daten haben. Das reduziert das Risiko von Wissenslücken erheblich.
Kontrolle und Compliance: Wer behält das Steuer?
Unternehmen, die strenge regulatorische Vorgaben erfüllen müssen (NIS2, ISO 27001), bevorzugen oft ein internes SOC. Die volle Kontrolle über Datenströme und Prozesse erleichtert Audits und Compliance.
Ein Managed SOC kann ebenfalls Compliance gewährleisten, sofern vertraglich geregelt, welche Daten verarbeitet werden und wie Zugriffe protokolliert werden. Viele Anbieter haben Zertifizierungen, die den strengen Anforderungen großer Unternehmen oder auch Unternehmen aus der kritischen Infrastruktur entsprechen.
Wann ist ein Managed SOC besonders sinnvoll?
Ein externer SOC lohnt sich vor allem für:
- Unternehmen mit begrenztem IT-Sicherheitsbudget
- Firmen, die keine eigenen Security-Experten beschäftigen können
- Organisationen, die 24/7-Überwachung benötigen, ohne ständig eigenes Personal zu binden
Managed SOCs kombinieren Fachwissen, Technologie und kontinuierliche Verfügbarkeit, und entlasten interne Teams, sodass diese sich auf strategische Projekte konzentrieren können.
In vielen Fällen bietet sich auch ein hybrides Modell an: Externe SOC‑Teams unterstützen interne Security‑Teams bei Spitzenlasten oder Spezialaufgaben, z.B. Threat Hunting oder Incident Response.
Fazit: Es kommt auf den Bedarf an
Wie so oft gibt es keine „One-Size-Fits-All“-Lösung. Ein internes SOC bietet maximale Kontrolle, ein Managed SOC maximale Flexibilität und Kosteneffizienz. Entscheidend sind Unternehmensgröße, Budget, Risikoprofil und regulatorische Anforderungen.
Für viele Firmen ist ein Managed SOC wirtschaftlich und operativ die attraktivere Lösung. Insbesondere, wenn Fachkräfte knapp sind oder eine schnelle Rund-um-die-Uhr-Abdeckung benötigt wird. Wer dennoch maximale Kontrolle will, kann hybride Modelle prüfen.
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