Privatgutachten

Gutachten, die außerhalb von Gerichtsverfahren für andere Auftraggeber erstattet werden, nennt man Privatgutachten. Diese Gutachten werden in zwei Teilbereiche, den streitbaren und den nicht streitbaren Bereich, unterteilt. Zum Bereich der nicht streitbaren Angelegenheiten gehören dabei Gutachten für Investitionsentscheidungen, die Bewertung vorhandener technischer Anlagen zu Veräußerungszwecken, Gutachten für Schadensregulierung sowie projektvorbereitende und projektbegleitende Gutachten.

Privatgutachten in streitbaren Angelegenheiten dienen der Tatsachenfeststellung und werden häufig als Mittel zum Abschätzen der Aussichten für eine gerichtliche Auseinandersetzung verwendet. Privatgutachten in streitbaren Angelegenheiten können darüber hinaus auch als Parteiengutachten in Zivilprozesse eingebracht werden.

 

Gerichtsgutachten

Als EDV-Sachverständiger erstellen wir im Auftrag von Gerichten und/ oder Staatsanwaltschaften Gutachten, die als Sachverständigenbeweis in Straf- oder Zivilverfahren verwendet werden. Das Gerichtsgutachten dient der verständlichen Aufbereitung technischer Sacherverhalte und Zusammenhänge in gerichtsverwertbarer Form zur lückenlosen Beweisführung.

 

Versicherungsgutachten

Versicherungsgutachten werden in der Regel von Versicherungen in Auftrag gegeben und werden im Rahmen der Schadensregulierung benötigt. Inhaltlich werden in Versicherungsgutachten folgende Fragestellungen erörtert: Feststellung des Schadens und der Schadensursache, Restwertbestimmung und Ermittlung der Kosten für die Schadensbeseitigung.

Versicherungsgutachten werden auch von Versicherungsnehmern beauftragt. In diesem Fall soll durch das Gutachten nachgewiesen werden, ob Erstattungsansprüche gegenüber dem Versicherer geltend gemacht werden können. Häufig soll auch eine unterschiedliche Auffassung der Schadenshöhe gegenüber dem Versicherer sachkundig dargelegt und aufgeschlüsselt werden.

 

Schiedsgutachten

Durch ein Schiedsgutachten sollen Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten zügig und problemlos auf privater Grundlage außergerichtlich und dennoch rechtsverbindlich erledigt werden. Um den Aufwand an den Gerichten zu senken, legt die Gesetzgebung einen immer größeren Wert auf die außergerichtliche Streitbeilegung. In diesem Zusammenhang gewinnen Schiedsgutachten immer mehr an Bedeutung. Das Schiedsgutachten hat vordergründig die Feststellung von Tatbestandselementen zum Gegenstand, wobei jedoch auch rechtliche Fragen einfließen können. Die rechtliche Grundlage für die abschließende Regelung eines materiell-rechtlichen Vertragsverhältnisses zwischen den Vertragsparteien durch ein Schiedsgutachten findet sich in den §§ 317, 319 BGB. Hieraus folgt, dass sich die Parteien durch vertragliche Abrede dem Ergebnis des Schiedsgutachtens unterwerfen. Das Schiedsgutachten ist gerichtlich nur dann anfechtbar, wenn es offenbar unbillig ist.

Sollten Sie einen Schiedsgutachter benötigen, stehen wir Ihnen als Sachverständige gern mit Rat und Tat zur Seite.

 

Schlichtung

Um Streitigkeiten, Missverständnisse oder Konflikte nicht vor Gericht oder unter Zuhilfenahme eines Rechtsanwaltes austragen zu müssen, empfiehlt sich bisweilen die Einschaltung eines Schlichters. Als Schlichter zeigen wir den beteiligten Parteien objektiv und unparteiisch den Sachverhalt auf und vermitteln schnell und unbürokratisch. Dies hilft die Probleme und Meinungsverschiedenheiten beizulegen und spart so unnötige Kosten. Das Vertrauensverhältnis kann so wieder hergestellt werden.

Die Schlichtung ist ein außergerichtliches, nicht öffentliches Verfahren der Konfliktregelung, bei dem die streitigen Parteien mit Unterstützung eines Schlichters einvernehmliche Regelungen suchen, die ihren Bedürfnissen und Interessen zur Problemregulierung dienen. Die Schlichtung erfolgt mit beiden Parteien an einem neutralen Ort.

 

Mediation

Der Begriff „Mediation“ wird vom lateinischen Adjektiv „medius“ abgeleitet. Das bedeutet zwischen zwei Ansichten oder Parteien die Mitte haltend, einen Mittelweg einschlagend, sich neutral, unparteiisch verhaltend. Konflikte resultieren häufig aus unterschiedlichen Wahrnehmungen, Missverständnissen oder – oft nur vermeintlich – unterschiedlichen Interessen. Vielfach wissen die Betroffenen nicht, wie sie einen Streit lösen können. Es bleibt dann offenbar nur das streitige Verfahren, der Gang zum Gericht, womit die Parteien die Kontrolle über das Verfahren und dessen Ergebnis weitgehend aus der Hand geben. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Nicht jeder Streit muss vor Gerichten ausgetragen werden.

Die Erfahrung zeigt es, dass es in großen IT-Projekten wichtig ist, rechtzeitig negativen Strömungen entgegenzusteuern. Sollten Sie in einem Projekt stehen, welches aus dem Ruder zu laufen droht, so warten Sie nicht zu lange – handeln Sie!

 

Bewerber-Assessment

Für viele Unternehmen ist es oftmals schwierig, die tatsächlichen IT-Kenntnisse und Fähigkeiten von Bewerbern hinreichend zu prüfen. Insbesondere für hochqualifizierte Arbeiten ist es schwer, die vorliegenden Angaben der Bewerber zu überprüfen oder die Eignung für ein bestimmtes Fachgebiet festzustellen. Eine fachlich fundierte Überprüfung von Bewerbern ist insbesondere seit In-Kraft-Treten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zum 18.08.2006 dringend anzuraten, um im Klagefall nachweisen zu können, dass die Entscheidungsfindung auf Basis der fachlichen Eignung und Qualifikation eines Bewerbers erfolgt ist.

Als EDV-Sachverständige können wir die fachliche Kompetenz von Bewerbern in Bezug auf die Arbeit an und mit EDV-Systemen beurteilen und bewerten. Hierfür können wir in Ihrem Auftrag an Bewerbungsgesprächen teilnehmen oder Einstellungstests durchführen. Sie erhalten somit schnell und zuverlässig eine fachlich fundierte Einschätzung der tatsächlichen Qualifikation und Eignung potenzieller Mitarbeiter.

Selbstverständlich können wir für und mit Ihnen im Vorfeld einer IT-Stellenausschreibung ein detailliertes Anforderungsprofil für die zu besetzende Position erstellen.

 

Fertigstellungsbescheinigungen gemäß § 641a BGB

Mit In-Kraft-Treten des § 641a BGB (Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen) am 01.05.2000 besteht die Möglichkeit, die Abnahme eines Werkes durch die Fertigstellungsbescheinigung eines Sachverständigen zu ersetzen. Ziel des Gesetzes ist, dass der Gläubiger (Auftragnehmer) schneller an das ihm zustehende Geld gelangt. Gleichzeitig soll der Schuldner (Auftraggeber) daran gehindert werden, durch ungerechtfertigte Mängelrügen die Abnahme und somit die Bezahlung eines von ihm beauftragten Gewerks unnötig zu verzögern.

Die Kosten, die durch die Fertigstellungsbescheinigung entstehen, hat zunächst der Auftragnehmer zu tragen. Er kann diese aber später vom Auftraggeber einfordern. Auch wenn der Sachverständige vom Auftragnehmer beauftragt und bezahlt wird, so hat der Sachverständige dennoch die Fertigstellungsbescheinigung unparteiisch und nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis seiner Sachkunde zu erstellen.

Bei der notwendigen Prüfung des Sachverhalts beschränkt sich die Prüfung auf Mängel am betreffenden Gewerk, die vom Auftraggeber benannt wurden, und Mängel, die der Sachverständige selbst während der Prüfung feststellt. Im Rahmen der Fertigstellungsbescheinigung wird festgestellt, ob Mängel am Gewerk vorhanden sind und in wie weit diese den Einsatz des IT-Systems oder der Software beeinträchtigen.

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